Zur Solarstrom-Region
Im Laufe der letzten Jahre hat sich Niederösterreich zu einem der führenden Bundesländer Österreichs im Bereich der Solarenergie entwickelt. Derzeit produziert das Land mithilfe von 143.000 installierten Photovoltaik-Anlagen mehrere Milliarden Kilowattstunden Strom jährlich – also etwa 19 % des erneuerbaren Stroms in Niederösterreich. Besonders in den letzten Jahren war der Zuwachs an Photovoltaik in Niederösterreich bemerkenswert. 2023 zum Beispiel wurden über 43.000 neue Anlagen in Betrieb genommen. Ein deutlicher Ausbau von kleinen Dachanlagen auf Einfamilienhäusern über größere Gewerbebetriebe bis hin zu Freiflächen- und Parkhausüberdachungen. Besonders bei der Kombination von Photovoltaik mit Stromspeichern und energieeffizienten Maßnahmen ist eine starke Zunahme zu beobachten. Um den Anschluss der vielen neuen Anlagen zu gewährleisten, müssen die Netzkapazitäten von den Netzgesellschaften kontinuierlich angepasst werden. Obwohl sich Niederösterreich auf einem sehr erfolgreichen Weg befindet, den Anteil erneuerbarer Energien signifikant zu erhöhen, stellen diese dynamischen Zuwächse neue Anforderungen an verschiedene Bereiche wie Netzplanung, Speicherintegration und langfristige Wartungen der Anlagen. Die Kombination aus Bürgerbeteiligung, öffentlichen Projekten und privaten Initiativen sorgt dafür, dass Photovoltaik in Niederösterreich nachhaltig wächst und auf diese Weise das Potenzial, dass Sonnenenergie in sich trägt, effektiv ausgeschöpft wird.


Ziele & Strategie
Niederösterreich verfolgt eine ambitionierte Strategie zu Stärkung von Photovoltaik und des Anteils erneuerbarer Energien am Strommix. Bis zum Jahr 2030 will das Land eine installierte Leistung von 3 GWp erreichen – diese wäre eine erhebliche Steigerung der Stromproduktion aus Photovoltaik in Niederösterreich. Laufend werden mehrere Maßnahmen umgesetzt, damit dieses Ziel schneller erreicht wird – beispielsweise die Förderung von PV-Überdachungen für Parkplätze und gewerblich genutzte Flächen. Die Strategie dafür setzt auf eine Kombination aus Privatinitiative, Unternehmensengagement und öffentlicher Förderung. Auf diese Weise soll sowohl die Anzahl kleinerer Dachanlagen als auch die von großflächigen Projekten erhöht werden. Bürgerbeteiligungsprojekten rücken hier besonders in den Fokus und wurden bereits in über 125 Gemeinden realisiert. Durch diese Projekte wird einerseits die regionale Wertschöpfung gestärkt und andererseits wird die allgemeine Akzeptanz für PV-Anlagen in der Bevölkerung erhöht. Um die zunehmende Einspeisung von Solarstrom effizient zu integrieren, werden Netzinfrastruktur und Speicherlösungen ausgebaut. Laufende Informationskampagnen und Leitfäden machen die Planung, Genehmigung und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik in Niederösterreich verständlich und transparent. Diese nachhaltige Strategie des Landes vereint ökologische, ökonomische und soziale Aspekte und verfolgt zudem das Ziel, die PV-Leistung bis 2030 auf ein Rekordniveau zu steigern.
Förderung & Finanzierung
Die Förderung von Photovoltaik in Niederösterreich besteht aus einer Kombination aus Landes- und Bundesmitteln. Neuanlagen, Speicherlösungen und PV-Überdachungen auf öffentlichen und privaten Flächen werden besonders attraktiv gefördert, wobei für Bürger, Unternehmen und Vereine unterschiedliche Förderprogramme zur Verfügung stehen. Bei der Installation einer PV-Anlage können Kunden beispielsweise vom Investitionszuschuss über das Erneuerbare-Ausbau-Gesetz (EAG) profitieren. Eine zusätzliche Förderung kann zudem beim Einsatz eines Batteriespeichers beantragt werden. Die Errichtung und Erweiterung von PV-Anlagen werden so durch finanzielle Anreize bestärkt. 2025 hat das Land Niederösterreich beispielsweise über 14,7 Millionen Euro bereitgestellt, um den Ausbau von PV-Anlagen zu unterstützen. Zu den Förderungen zählen beispielsweise Zuschüsse für die Investitionskosten, Bonifikationen für „Made in Europe“-Produkte und innovative Speicherlösungen. Überdachungen von Parkplätzen steigern die Energieproduktion und verbessern zudem die Infrastruktur, weshalb diese in Niederösterreich gezielt gefördert werden. Detaillierte Leitfäden sowie die Beratung durch Landesstellen oder die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) unterstützen bereits bei der Antragstellung vor der Errichtung einer Photovoltaik in Niederösterreich. Da Anlagen mithilfe der Förderungen schneller amortisiert werden und die Eigenstromnutzung steigt, wird außerdem die Wirtschaftlichkeit verbessert. Insgesamt tragen Förderprogramme entscheidend dazu bei, dass die Errichtung und Nutzung von Photovoltaik stetig zunimmt und PV dadurch eine zentrale Rolle in der regionalen Energieversorgung einnimmt.

FAQ- Wissenswertes zum Thema Photovoltaik
Wie viele PV-Anlagen gibt es in NÖ?
Derzeit sind rund 143.000 Anlagen in Betrieb.
Wieviel Strom wird jährlich erzeugt?
Die Anlagen erzeugen ca. 2 Mrd. Kilowattstunden Sonnenstrom.
Welche Förderungen gibt es?
Land und Bund bieten Zuschüsse für Anlagen und Speicher.
Ist eine Genehmigung notwendig?
In den meisten Fällen genügt eine einfache Anzeige bei der Gemeinde.
Wann rechnet sich eine PV-Anlage?
Nach etwa acht bis zwölf Jahren Betrieb.
Was passiert mit überschüssigem Strom?
Er wird ins Netz eingespeist und vergütet.


